Ausbildung
Im Laufe der Jahre hat sich die Art der Hundeausbildung gravierend verändert. Wo es früher ausreichte, wenn ein Hund die Übungen korrekt ausgeführt hatte, wurden mehr und mehr Schnelligkeit und Arbeitsfreude in die Bewertung der Arbeit mit einbezogen.
Dies bedeutet zwangläufig, dass nicht mehr ein Hund wie der andere nach dem gleichen Schema ausgebildet werden kann, sondern dass der Ausbilder sich schon Gedanken machen muss, wie er dem Partner Hund verständlich machen kann, was er von ihm möchte.
Für mich war der Satz, den ich auf einem Seminar bei Thomas Schmitt, einem leider viel zu früh verstorbenen Hundler-Kollegen, zum erstenmal hörte, der Wendepunkt:
"Der Gedanke, wie bestätige ich meinen Hund für richtiges Verhalten prägt die Qualität der Ausbildung, nicht der Gedanke an die Art der Bestrafung "
Ich hatte auch vorher nicht gerne mit Bestrafung gearbeitet, ich fühlte mich einfach schlecht, wenn ich meinem Hund weh getan hatte. Aber mir fehlte auch noch das Gespür dafür, wie es anders gehen könnte. Die Ausbildung eines Sporthundes ist kein Selbstzweck sondern Prüfungsvorbereitung und dabei landet man leicht beim "der Zweck heiligt die Mittel". Freude haben an dieser Art der Ausbildung aber weder der Hund noch der Führer.
So waren für mich die Seminare von Thomas Schmitt, Edgar Scherkl und Peter Scherk Trendwende und Wegweiser. Mein Hund und ich haben jetzt Spaß an der gemeinsamen Arbeit und ich freue mich jeden Tag auf unsere Trainingseinheiten. Und wenn die Arbeit Freude macht, dann ist man auch auf dem richtigen Weg.
Deutsche Schäferhunde vom Isarland